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Reise-GEBET

Gott, die eigentlichen Reiseziele des Menschen sind Menschen: ihre Gesichter sehen, ihre Sprache hören,ihre Lieder singen, ihre Arbeit bestaunen, ihre Freude teilen, ihren Glauben erleben. Gott, die eigentlichen Reiseerlebnisse des Menschen sind Menschen: sie ein wenig besser verstehen, ihnen geschwisterlich begegnen, mit ihnen Wege des Friedens gehen. Gott, die eigentlichen Reiseerinnerungen des Menschen sind Menschen: sich mit ihnen für die Welt verantwortlich wissen, ihnen die Hände reichen, gemeinsam eine bessere Zukunft bauen.

(Aus: Wegbegleiter, Texte und Gebete, Kreisbildungswerk Warendorf/Münster)

GEBET einer südkorenanisch-christlichen Wanderarbeiterin: Guter Gott, gib uns Hoffnung, führe uns zu dir. Zeige uns auf unserer Reise den Weg, führe uns auf rechter Straße. Wir wollen immer bei dir sein. Wache über uns und führe uns sicher nach Hause. Bewahre uns vor Gefahren. Beschütze uns vor Krankheit und Unfall. Wache über uns, o Gott, und über unsere Lieben, die wir zu Hause zurücklassen mussten. Lass unser Zuhause immer sicher sein. Segne unsere Familien und hilf uns, dass wir unser Geld sinnvoll ausgeben. Wir sind auf der Durchreise in dieser Welt. Bleibe bei uns und gib, dass wir stets daran denken, dass unsere wahre Heimat im Himmel ist! 

Besinnungen zum Reisen: SEHNSUCHT am beginn/ eine sehnsucht, eine unruhe/ein umgetrieben sein/spüren/das kann doch nicht alles gewesen sein/und dann ein erstes aufbrechen in mir/ein suchen und tasten/und dann vielleicht/ein buch/ein film/ein erzählen und hören/ein weg/ein ort/warum eigentlich nicht/und eine idee/eine sehnsucht/wird.

GEBET: du gott des weges/segne uns/sei du der traum/der sehnsucht zeugt/sei du die kraft/die die entscheidung trifft/sei du das vertrauen/das sich stellt/segne den aufbruch/ behüte/ was ich zu hause zurücklasse/schütze das neue/was ich wage/begleite mich beim ersten schritt/segne den weg/gib meinen füßen halt/sei mir grund/stärke geist und leib/segne das ankommen/sei du mein ziel/richte meine schritte auf dich hin aus/schenke mir mut zur heimkehr in dir/du gott des weges/segne uns/umgib uns mit deinem segen/damit wir uns auf den weg machen/auf den weg zu dir und den menschen (Andrea Schwarz, Den Weg im Herzen tragen, Herder 2006) 

Und hier noch ein Text über das REISEN (auch zur Selbstbesinnung!) aus dem Jahr 1903 (!) (Auszüge)

      AUF REISEN

....Groß und wunderbar ist Gottes schöne Welt und weit und herrlich liegt sie vor dir....Aber ihrer Viele reisen durch die Lande und bringen nichts von der Reise mit nach Hause. Sie gleichen dem D-Zuge, auf dessen Federn sie durch die Welt rasen, vorüber an blühenden Städten und friedlichen Weilern, vorbei an rauschenden Wäldern und geschmückten Auen: Vorwärts, nur vorwärts! lautet die Losung und wenn endlich die Heimatstation erreicht ist, dann ist die Reise wohl beendet, aber der Mensch ist fertig. Nichts hat er gesehen, nichts erfahren, nichts gelernt. Er hatte nicht Zeit, Gottes Welt sich dem Auge einzuprägen, dem Gedächtnis anzuheften...,. Ihrer Viele sitzen schon in den Wintertagen über ihrem Bädeker und ihrem Kursbuche. Man soll ja auch nicht ins Blaue reisen, sondern sich schon vorher einen Plan machen... Beklagenswert sind mir immer schon jene Reisenden erschienen, die auf dem Rigi oder in Wengen dann vom Strandleben in Scheveningen  oder vom Flirt am Heiligendamm sprechen zu müssen glauben und die ihre geistige Größe besonders herauszuheben wähnen und jedes Ziel mit anderen  vergleichen wollen. Für solche Vergleiche kann man nur ein Lächeln haben, denn sie sind unberechtigt und meistens abgeschmackt; ein rechter Reisender haz etwas anderes zu tun, als Vergleiche anzustellen...  

                              - 2 -

Er soll zunächst die Augen auftun! Gottes Welt ist allüberall so schön, daß man sich mehr als ein Paar Augen wünschen möchte, um ihre Herrlichkeit festzuhalten.....wer sich mit klarem Auge in die heimliche Herrlichkeit von Berg und Tal, von Wald und Haide zu versenken vermag, der bringt von der Reise ein köstlichers Gut heim als der moderne Reisende, der auf dem Brocken oder auf dem Kyffhäuser nichts Eiligeres und Besseres zu tun hat, als gereimte und ungereimte Herzensergüsse der indiskreten Postkarte anzuvertrauen. Und wer von einem stillen Platze aus sinnenden Gemütes in das Abenddämmern hinausschaut..., der hat einen goldeneren Ertrag von der Abendstunde als jener Reisende, der sich angesichts der im Abendrot erglühenden Jungfrau schleunigst auf das Hotel-Piano wirft und mit abgerissenen Akkorden und mit Reminiszenzen aus dem Tannhäuser und Lohengrin den Frieden der Natur böswillig stört. Und wer auf der Sommerreise abends nichts Besseres zu tun weiß, als sich etwa in ein Theater zu setzen oder das Publikum, eines Zirkus zu vermehren, der sollte besser daheim geblieben sein. Mit offenen Augen in die reiche Gotteswelt schauen: das ist das Erste, was wir auf der Reise tun wollen. Und das Zweite: dankbaren Herzens die Reiseeindrücke aufnehmen. Es gibt soviele undankbare Reisende, und ich kenne keine größere Qual, als mit solchen undankbaren und ewig nörgelnden Reisenden auch nur eine kleine Weile zusammen sein zu müssen. Hier ist ihnen der Berg nicht hoch genug, dort der Wald nicht dunkel genug; hier vermissen sie an einem Aussichtspunkte eine Bierhalle, dort genügen ihnen die einfachen Speisen nicht...überall haben sie etwas auszusetzen und des Nörgelns ist kein Ende. Meistens sind das natürlich Leute, die es daheim nicht halb so gut haben wie auf der Reise... 

                            - 3 -

Es sind doch immer nur die Auserwählten, denen die Sommerfrische beschieden ist...Während du deine Lunge in dem Duft der Wälder stärken kannst, stehen und leben Tausende deines Alters im Staub und Gerassel der Fabriken oder sind gekrümmt am Ambos: sei dankbar, daß du überhaupt reisen kannst! Und nimm dankbar an, was dir Gottes schöne Welt bietet...es ist nicht nötig, dáß man viel Geld aufwendet, - aber nötig ist, daß man das Herz auf der Reise viel gebraucht. Viele reisen, und ob auch ihr Auge satt wird, ihr Herz bleibt dabei doch leer. Das macht: sie suchen auf der Reise nur sich und ihr Vergnügen. Mache es besser: suche nicht nur dich, sondern suche auf der Reise  Menschen! Du kannst sie überall finden. Ich meine Menschen, die ein Innenleben haben und mit denen du über das, was dich bewegt, sprechen kannst...Daheim drückt und lastet so oft die "ewige Dieselbigkeit des Daseins" auf der Seele, daß das eigentliche Ich eines Menschen darunter zertrümmert zu werden droht. Das ist der Segen des Reisens..., dass es das Ich zu befreien und aus der Misere des täglichen Einerlei auszulösen vermag..., und das Auge wieder zum Leuchten, der Mund zum Lächeln und das Herz in neuen Schlägen zum Pulsieren bringt...Alles Reisen hat mal ein Ende...eine heimlichere Freude gibt es wohl nicht, als die Türme der Heimat wieder aufsteigen zu sehen... und dann die Freude, im Kreise der Lieben von Wanderlust und Waldesrauschen zu erzählen, in den Wechsel der Tage Frische und Freudigkeit hineinzunehmen, - das ist dann die "höchste Gunst, die Gott der Herr dem rechten Wandersmann erweisen kann". Glück auf zur Reise!

Pfarrer Karl Storch, Magdeburg

Text aus "Himmelan" - Wegweiser für die evangelische Christenheit, Berlin 1908